Der Verein

Die Vereinsgeschichte des SV Delphin Wattenscheid 58 e.V.

Am 23. März 1958 trafen sich 5 Personen und zwar: Otto Futter, Ernst Ostrop. Wilhelm Flacke. Ewald Hildebrand (alle verstorben) und Kurt Kreß im Königreich Höntrop, um einen Verein zu gründen. Geplant hatte man einen Tennisclub, aber nach mehreren Stunden stellte man fest, gegründet war ein Schwimmverein.

Die erste Trainingsstätte war das alte Becken im Südpark. Der Verein hatte eine Schwimm- und Wasserballabteilung. Schon in den frühen Jahren machte der Verein unter dem damaligen Trainer Petzold von sich reden.

Am 01.10.1969 wechselte der Trainer Herbert Scholven mit 30 Aktiven vom S. V. Blau-Weiss Bochum zum Delphin Wattenscheid über. Da die Stadt Wattenscheid sportlich sehr aktiv war und auch den Schwimmern sehr entgegen kam, nahm dieser Verein einen enormen Aufschwung.  Durch den Zusammenschluß mit dem LDSV (Linden-Dahlhauser Schwimmverein, Bochum) verstärkte sich die Bruststaffel der Damen so sehr, dass auf Anhieb die Vizemeisterschaft 1970 über 4 x 200 m gewonnen wurde. Im gleichen Jahr erhielt der S.V. Delphin den Zuschlag über die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften und Jahrgangsmeisterschaften 1971.  Dieses bedeutete ein Jahr Vorbereitungen, Sitzungen mit den Ämtern der Stadt und seinen Vertretern. Diese Meisterschaften wurden ein Wegweiser für kommende Jahre. Überall wurde von den Meisterschaften mit Herz in Wattenscheid gesprochen. Es war an alles gedacht und kein Wunsch blieb unerfüllt.

Mit dem Schwimmer Peter Broscienski hatte auch der S.V. Delphin einen Teilnehmer über 100 m Delphin im Endlauf. Dieser Schwimmer machte auch auf internationalem Parkett dem Namen seines Vereins alle Ehre. Er war Jugendeuropameister, deutscher Meister und Teilnehmer bei den olympischen Spielen 1976 in Montreal.

Viele Vatis und Muttis, die heute am Beckenrand ihre Kinder beobachten, haben in den vergangenen Jahren für den S.V. Delphin Wettkämpfe bestritten.

Als 1976 das Querenburger Unibad erbaut wurde, traten Überlegungen auf, eine Startgemeinschaft zu gründen, um das Angebot der Trainingszeiten besser zu nutzen. Im Herbst 1976 fand in der Wohnung von Udo Lehmann die Gründungsversammlung statt und seitdem gibt es die SG BO-WAT. Als Trainer dieser starken Schwimmgruppe wurde der Trainer des S.V. Delphin, Herbert Scholven, verpflichtet. Mit diesem Zusammenschluss  hatte  die S.G. BO-WAT auf einmal ein unerschöpfliches Potential an Schwimmern. Darüber gaben die anfallenden Wettkämpfe mit vielen ersten Plätzen genügend Auskunft. Aber die Nachwuchsarbeit im S.V. Delphin wurde keinesfalls geschmälert.  Durch den Wegfall von Herbert Scholven zum A-Kader musste ein neuer Trainer verpflichtet werden. Der Zuschlag wurde an Karl-Heinz Hoppe vergeben und dieser begann 1977 beim SV Delphin seine Arbeit.

Am 29. April 1979 traf ein harter Schlag die Bochumer Schwimmerwelt. Auf einer Wettkampfreise nach Berlin mit 50 Schwimmern erlag der Trainer Herbert Scholven einem Herzinfarkt in der Wohnung seiner Gasteltern und die Schwimmer standen von einer Minute zur anderen ohne Trainer. Wieder einmal hat der S.V. Delphin ausgeholfen und seinen B-Kader-Trainer K-H. Hoppe als lnterimslösung zur Verfügung gestellt. Nach einigen Monaten wurde ein neuer Trainer (Hans-Otto Seifert) verpflichtet und unser Trainer kehrte in seinen B-Kader zurück. Mit der SG BO-WAT wurde auch unser Verein Deutscher Mannschaftsmeister und viele Titel im Oberhaus der Schwimmer gewonnen. Große sowie kleine Meister haben uns in den vergangenen Jahren Freude bereitet und den Namen unseres Vereins hochgehalten.

An dieser Stelle sei allen Athleten, Vorstandsmitgliedern, Mitgliedern, Freunden und Gönnern für ihren ständigen Einsatz Dank gesagt.

– Gisela Scholven-Höffer –